»Wie fördern wir die Zusammenarbeit und Innovation?«
Kirsten: Wir haben uns für dieses Jahr explizit vorgenommen, unseren Prozess wieder etwas aufzubrechen. Das Dilemma eines etablierten, funktionierenden Prozesses ist nämlich, dass er einem auf der einen Seite enorm viel Arbeit, Zeit und Aufwand erspart. Auf der anderen Seite hat man sich nach zehn Jahren vielleicht hier und da etwas festgefahren, vergisst darüber die Kreativität und das Spontane zuzulassen und verpasst dabei womöglich die wunderschönen Sachen, die aus Fehlern oder einem »keine Ahnung, ob das funktioniert« entstehen können. Wir wollen dieses Jahr wieder mehr ausprobieren, die Videos von Anfang an gemeinsam denken, Ideen und Einschränkungen von gewissen Animationsstilen schon in die Story und die Illustrationen mit einfließen lassen, mehr 3D integrieren und den Storyboard-Prozess durch einen eigens dafür konzipierten Kreativ-Fragebogen aufpeppen.
Carsten: Innovation und eine ständige Weiterentwicklung sind aus meiner Sicht absolut essenziell. Wir haben leider schon einige Agenturen in unserem Umfeld beobachten können, die sich zu sehr auf ihren Lorbeeren ausgeruht, ihren Markenkern verloren, oder die Bedürfnisse ihrer Kundschaft nicht ernst genommen hatten. Ich persönlich mache mir viele, vielleicht manchmal zu viele Gedanken, wie man neue „Angebote“ im Rahmen von Erklärvideos unseren Kund*innen anbieten kann. Aber auch Fortbildungen in neuen Animationstechniken und Software sind nach über zwanzig Jahren Berufserfahrung für mich immer noch absolut überlebensnotwendig.
Tobi: Die eigenen Prozesse und Abläufe zu reflektieren und daraus dann Maßnahmen abzuleiten, ist ein essenzieller Teil, um Zusammenarbeit und Innovation zu fördern. Uns ist es auch wichtig, uns genug Platz einzuräumen, um Neues auszuprobieren. Das gilt nicht nur für den handwerklichen Aspekt, sondern auch für den konzeptionellen.